Samstag, 2. Juli 2011

langer Schlag, wieder in Guernsey

Von Trbeurden morgens um 6 Uhr gestartet, für über 65sm. Wind um 10 Konten, halber Wind. Nicht so berauschend, vor allem bei einigem Gegenstrom.  Durch diesen langen Schlag liessen wir gleich drei Destinationen rechts liegen, vor allem fuhren wir nicht wieder bis nach St. Malo hinunter. Auch Yersey wurde nicht angelaufen, denn die Distanz dorthin war nur unwesentlich kürzer.

Es war heiss, die Sonne  brannte.Eigentlich war es ein typischer Genackerkurs. Das ist unser grosses bauchiges Segel für Leichtwind von schräg hinten bis seitlich. Es hat allein über 100 m2 und zieht in der Regel ganz gut. Diesmal war aber nichts damit, im Top hat sich eine Leine quer gelegt so dass wir das Segel halb  ausfahren konnten. Dann ging aber nichts mehr, nicht mehr vor und nicht mehr zurück.
Musste das Fall lösen mit dem Effekt dass das grosse Segel baden ging. Wir arbeiten wie die Wilden um das
Segel wieder aufs Schiff zu bekommen. Denn es füllte sich bei der Fahrt die wir hatten sofort mit Wasser.
Erst als wir das Schiff in den Wind stellten und alle Fahrt draussen war, brachten wir es wieder an Bord. Der Frust war ziemlich gross, denn wir hätten 40 sm mit dem Genacker segeln können. Da das Segel so gross ist konnten wir es nicht auf dem Schiff klarieren. Erst im Hafen konnten wir es hochziehen und alles klären. Für das nächste Mal ist es jetzt gerüstet. Ich habe mir auch ein für alle mal gemerkt welches das Vorliek und welches das Achterliek ist. Beim Vorliek hat es einen anderen Beschlag mit einem Steg in der Mitte. Das Vorliek ist rot, das Achterliek ist grün . ( Vordere und hintere Segelkante)
Ansonsten war es sehr schönes Segeln mit kaum einer Welle, so kann es sein wenn der Wind richtig kommt.
Ama abend waren wir ziemlich kaputt, wegen der langen Fahrt und der heissen Sonne. Dann sind wir immer etwas gehässig, wobei immer der eine dem andern sagt dass er oder sie hässig sei. Es gibt keine Klärung, aber am andern Morgen, ausgeruht, sind wir wieder friedlich.

Nun sind und bleiben wir für drei vier Tage in Guernsey. Jetzt gibt es für diese Zeit Ostwind. Ab Dienstag kommt dann ein moderater Südwestwind, den wir für die Fahrt über das Cap de la Hage brauchen. Dort wird es wieder eine extrem starke Strömung haben die uns beschleunigen wird.

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