Mittwoch, 29. Juni 2011

Gast an Bord

Auf der Reise von Aberwratch nach Trebeurden begleitet uns ein junger Segler, den wir auf der Tour kennengelernt haben. Er ist mit seinem Schiff unterwegs, bereits seit Monaten, und wollte an diesem Tag mal
mit uns mitfahren.Er ist auch Mediziner, so dass uns die gemeinsamen Themen nicht ausgegangen sind. Am Abend kehrte er dann wieder nach Aberwratch zurück um am folgenden Tag  mit seinem eigenen Schiff nachzukommen. Das ist Segelbegeisterung!
Eri und ich waren froh um die Unterstützung, umsomehr als es eine recht rasante Reise wurde, mit viel Wind und noch etwas mehr Welle (1-2m) von schräg hinten. So hob es uns immer wieder rasant an. Wir kämpften wieder mit der Uebelkeit. Mit der Zeit beruhigte sich die See etwas und wir fuhren guten Mutes nach Trebeurden, in den uns vom letzten Mal noch gut bekannten Hafen.

Erika hat Strömung und Ankunftszeit gut berechnet. Wir waren 1 1/2 Stunden zu früh am Ort, aber da die Berechnung auf 1 h nach Hochwasser ging, konnten wir kurz vor Hochwasser einlaufen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war 61/2 Knoten, was doch recht beachtlich ist. Zwischenzeitlich machten wir wieder mit gutem Strom etwa 9 Knoten.Das Wetter war schön, sonnig aber ein kühler Wind. Es war aber insgesamt eine sehr eindrückliche Fahrt.

Das Anlegemanöver war noch etwas wild, es hatte starken Seitenwind so dass das Heck unseres Schiffes abgetrieben wurde. Wir sicherten das Schiff mit einer langen Leine um es dann mit der Winsch an die richtige Position zu hieven.
Erst jetzt spürten wir die grosse Erschöpfung. Wir hatten in der Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen. Wir lagen in Aberwratch auf der Aussenseite des Hafens. Es gab in der Nacht unerwartet viel Wind und damit auch Schwell bis weit in die Flussmündung hinein. Der Bug des Schiffes hob und senkte sich stark, so dass wir neben dem lauten Pfeifen des Windes auch immer wieder verwachten. Irgend wann in der Nacht dislozierte ich vom Bug in den Salon, dort waren die Bewegungen viel weniger heftig. So waren wir froh früh zu Bett gehen zu können und beschlossen am nächsten Tag eine Segelpause einzulegen.
Wir nutzten die Zeit um uns wieder zu verproviantieren. Angenehm war, dass wir vom letzten Mal noch genau wussten wo alle Geschäfte, vor allem auch der gute Bäcker für die Bageuettes, zu finden war.

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