Bei wenig Wind und Sonne fuhren wir die letzten 60 Meilen unter Motor nach Makkum.
Durch den Nordseekanal muss man bei zwei Schleusen durch, zwischen dem Marker und dem Ijsselmeer nochmals durch eine Schleuse. In der Schleuse in Amsterdam hatte es sehr viele Schiffe, man musste gut
aufschliessen, es war eine Druckete.
Je näher wir Makkum kamen umso gesprächiger und aufgeräumter wurde Erika. Mir ging es eher umgekehrt.
Obwohl wir beide beschlossen haben zurückzufahren war es mir denn doch leid , dass es zu Ende ging.
Aber jetzt sind die Segel abgetakelt und das kaputte Gross zur Reparatur in die Segelmacherei gebracht. Für dieses Jahr ist nun das Segeln vorbei.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Breskens - Ijlmeuden / Grenzerfahrung
Losfahrt am Morgen um sechs um die Strömung mitzunehmen. Bei Vlissingen halber Wind durch Untiefen die die Welle brechen liessen. Hat den Steuermann ab dem Sitz gehoben, so heftig waren die Bewegungen.
Schliesslich konnten wir immer mehr vor den Wind drehen und fuhren so mit dem Gross weit ausgebaumt vor dem Wind und Welle. Wind war bis zu 30 Knoten stark und die Welle bestimmt 3 Meter.
Es waren so, mit diesem Tempo und diesem schaukelnden Schiff, immerhin 87 sm zurückzulegen. In einer
grossen Welle und einem Winddreher erwischten wir beinahe eine Halse. Das Segel schlug sehr heftig zurück und dann spickte mir ein gebrochener Rutscher einer Segellatte an den Kopf. Wir merkten, zu spät, dass wir das Gross runternehmen sollten, weil der Wind zu stark geworden war. Besonders frischte es auf wenn dunkle Regenwolken vorbeizogen, was immer wieder der Fall war. Wir hatten zeitweise sonnenschein, aber auch immer wieder bei all dem Wind auch Regen. Also mussten wir bei diesen Verhältnissen das Schiff in den Wind stellen um das Segel runterzuholen. Es gab natürlich heftigste Bewegung ins Schiff, das Segel knatterte wie Schüsse. Dann machte es ratsch und ein weiterer Segellattenrutscher brach, ausserdem rupfte es alle Plastikrutscher aus, so dass ein grosser Spalt zwischen Mast und Segel entstand. Der oberste Rutscher hielt stand, dafür riss dort das Segel.
Erika steuerte in den Wind, ich rupfte mit aller Gewalt an dem Segel. Die weggebrochen Rutscher haben aber geklemmt, etwa in der Mitte zur ersten Saling, also in 3-4m Höhe war die Klemmstelle. Ich konnte das Grossegeln nicht runterholen. Die erste Massnahme war das dritte Reff einzubinden, dann konnte ich das Segel wenigsten stabilisieren. Dies gelang leidlich, war aber ein Riesenkrampf. . Nächsste Massnahme war das Klüversegel auszurollen und so vor dem Wind abzulaufen. Das ging aber schlecht, denn das Grossegel auch im dritten Reff machte dass das Klüversegel stark flatterte.
Wie weiter, noch über 40 sm vor uns. Die Vorstellung bei so viel Wind mit dem Segel in den Hafen einzulaufen war auch nicht gerade erhebend sonder machte mir Angst.
Also: jemand musste in den Mast um die blockierte Stelle zu lösen. Eri anerbot sich. Ich holte einen Hammer und den Bootsmannstuhl. Mit dem Autopiloten blieb das Schiff vor dem Wind auf Kurs. Ich winschte Erika
mit dem Bootsmannstuhl in den Mast. Sie hämmerte wie wild auf die blockierten Rutscher und konnte sie tatsächlich lösen.¨Wir hatten alles im Griff. Nicht beachtet haben wir, dass es da oben extrem schwankt und es meiner guten Frau speiübel geworden ist.
Ein Schreckmoment als in dem ganzen Getümmel und dem rumreissen am Grossfall sich der Achterknoten lösen konnte und so schliesslich das ganze Grossfall aus dem Mast ausgefahren ist. Ich habs sofort gemerkt und konnte das lange Fall so schnell wie möglich einziehen. >Zum Glück hatten wir genug Fahrt so dass das Fall dem Schiff hinterherschwamm und nicht in die Schraube geriet. Das wäre dann der Supergau gewesen, denn dann wäre der Motorantrieb schlicht ausgefallen.
So konnte das Problem schliesslich gelöst werden. anschliessend ging es wieder viel besser und wir konnten uns wieder erholen.
In Ijlmeuden stand uns noch das Anlegen bei 30 Knoten Wind bevor. Der Hafen hier ist bei Südwest sehr schlecht geschützt. Ich kannte den Hafen aber von frührer und ich hoffte auf einen Längssteg um uns einfach
herantreiben zu lassen. Und so war es auch. Grosse Erleichterung, nicht bei diesem Seitenwind in eine Box fahren zu müssen. Wir liessen uns an den Steg treiben und machten fest. Uff......
Am nächsten Tag war das Wetter noch übler. Aber wir waren ohnehin froh um den Ruhetag. Vor uns lag ein Schwede der sich beklagte, dass ihm der Wind bei rund 50 Knoten seine Windfahnensteuerung abgebrochen hatte, im Hafen. Der Schwede ist einhand unterwegs und verlässt sich während er schläft auf sein AIS.
Das erscheint mir sehr riskant, vor allem hier im Kanal bei den vielen Schiffen.
Wir hatten nun für die Weiterfahrt kein Grossegel mehr. Das war aber durch den Nordseekanal ohnehin nicht schlimm, da wir da immer mit dem Motor gefahren sind. Wir beschlossen das Segel erst in Makkum flicken zu lassen.
Im Wissen, dass wir noch eine Motorfahrt vor uns haben habe ich an diesem Tag alles am Motor kontrolliert.
Habe etwas Oel nachgefüllt, das Oel der Getriebewelle kontrolliert. Die Keilriemenspannung war ok.
Dann habe ich die Oelfilter umgeschaltet und nachgesehen dass bei einer Verstopfung der Dieseloelzufuhr die Umschaltung funktioniert. Alles hat richtig funktioniert. Zuletzt habe ich noch den Wasserfilter kontrolliert und dabei eine Ueberraschung erlebt. Der Wasserfilter hatte einen Plastiksack angesogen und war dadurch mindestens teilweise verstopft. Ich war sehr froh diesen Fehler gefunden zu haben. Eine Funktionsstörung des Motors mit Ueberhitzung mangels Kühlung war noch nicht eingetreten. Es ist eben doch wichtig diese Checks immer alle zu machen, auch wenn man in 99% der Fälle nichts findet.
Schliesslich konnten wir immer mehr vor den Wind drehen und fuhren so mit dem Gross weit ausgebaumt vor dem Wind und Welle. Wind war bis zu 30 Knoten stark und die Welle bestimmt 3 Meter.
Es waren so, mit diesem Tempo und diesem schaukelnden Schiff, immerhin 87 sm zurückzulegen. In einer
grossen Welle und einem Winddreher erwischten wir beinahe eine Halse. Das Segel schlug sehr heftig zurück und dann spickte mir ein gebrochener Rutscher einer Segellatte an den Kopf. Wir merkten, zu spät, dass wir das Gross runternehmen sollten, weil der Wind zu stark geworden war. Besonders frischte es auf wenn dunkle Regenwolken vorbeizogen, was immer wieder der Fall war. Wir hatten zeitweise sonnenschein, aber auch immer wieder bei all dem Wind auch Regen. Also mussten wir bei diesen Verhältnissen das Schiff in den Wind stellen um das Segel runterzuholen. Es gab natürlich heftigste Bewegung ins Schiff, das Segel knatterte wie Schüsse. Dann machte es ratsch und ein weiterer Segellattenrutscher brach, ausserdem rupfte es alle Plastikrutscher aus, so dass ein grosser Spalt zwischen Mast und Segel entstand. Der oberste Rutscher hielt stand, dafür riss dort das Segel.
Erika steuerte in den Wind, ich rupfte mit aller Gewalt an dem Segel. Die weggebrochen Rutscher haben aber geklemmt, etwa in der Mitte zur ersten Saling, also in 3-4m Höhe war die Klemmstelle. Ich konnte das Grossegeln nicht runterholen. Die erste Massnahme war das dritte Reff einzubinden, dann konnte ich das Segel wenigsten stabilisieren. Dies gelang leidlich, war aber ein Riesenkrampf. . Nächsste Massnahme war das Klüversegel auszurollen und so vor dem Wind abzulaufen. Das ging aber schlecht, denn das Grossegel auch im dritten Reff machte dass das Klüversegel stark flatterte.
Wie weiter, noch über 40 sm vor uns. Die Vorstellung bei so viel Wind mit dem Segel in den Hafen einzulaufen war auch nicht gerade erhebend sonder machte mir Angst.
Also: jemand musste in den Mast um die blockierte Stelle zu lösen. Eri anerbot sich. Ich holte einen Hammer und den Bootsmannstuhl. Mit dem Autopiloten blieb das Schiff vor dem Wind auf Kurs. Ich winschte Erika
mit dem Bootsmannstuhl in den Mast. Sie hämmerte wie wild auf die blockierten Rutscher und konnte sie tatsächlich lösen.¨Wir hatten alles im Griff. Nicht beachtet haben wir, dass es da oben extrem schwankt und es meiner guten Frau speiübel geworden ist.
Ein Schreckmoment als in dem ganzen Getümmel und dem rumreissen am Grossfall sich der Achterknoten lösen konnte und so schliesslich das ganze Grossfall aus dem Mast ausgefahren ist. Ich habs sofort gemerkt und konnte das lange Fall so schnell wie möglich einziehen. >Zum Glück hatten wir genug Fahrt so dass das Fall dem Schiff hinterherschwamm und nicht in die Schraube geriet. Das wäre dann der Supergau gewesen, denn dann wäre der Motorantrieb schlicht ausgefallen.
So konnte das Problem schliesslich gelöst werden. anschliessend ging es wieder viel besser und wir konnten uns wieder erholen.
In Ijlmeuden stand uns noch das Anlegen bei 30 Knoten Wind bevor. Der Hafen hier ist bei Südwest sehr schlecht geschützt. Ich kannte den Hafen aber von frührer und ich hoffte auf einen Längssteg um uns einfach
herantreiben zu lassen. Und so war es auch. Grosse Erleichterung, nicht bei diesem Seitenwind in eine Box fahren zu müssen. Wir liessen uns an den Steg treiben und machten fest. Uff......
Am nächsten Tag war das Wetter noch übler. Aber wir waren ohnehin froh um den Ruhetag. Vor uns lag ein Schwede der sich beklagte, dass ihm der Wind bei rund 50 Knoten seine Windfahnensteuerung abgebrochen hatte, im Hafen. Der Schwede ist einhand unterwegs und verlässt sich während er schläft auf sein AIS.
Das erscheint mir sehr riskant, vor allem hier im Kanal bei den vielen Schiffen.
Wir hatten nun für die Weiterfahrt kein Grossegel mehr. Das war aber durch den Nordseekanal ohnehin nicht schlimm, da wir da immer mit dem Motor gefahren sind. Wir beschlossen das Segel erst in Makkum flicken zu lassen.
Im Wissen, dass wir noch eine Motorfahrt vor uns haben habe ich an diesem Tag alles am Motor kontrolliert.
Habe etwas Oel nachgefüllt, das Oel der Getriebewelle kontrolliert. Die Keilriemenspannung war ok.
Dann habe ich die Oelfilter umgeschaltet und nachgesehen dass bei einer Verstopfung der Dieseloelzufuhr die Umschaltung funktioniert. Alles hat richtig funktioniert. Zuletzt habe ich noch den Wasserfilter kontrolliert und dabei eine Ueberraschung erlebt. Der Wasserfilter hatte einen Plastiksack angesogen und war dadurch mindestens teilweise verstopft. Ich war sehr froh diesen Fehler gefunden zu haben. Eine Funktionsstörung des Motors mit Ueberhitzung mangels Kühlung war noch nicht eingetreten. Es ist eben doch wichtig diese Checks immer alle zu machen, auch wenn man in 99% der Fälle nichts findet.
Samstag, 16. Juli 2011
Breskens/ Holland hat uns wieder
Gestern war die Fahrt von Dünnkirchen nach Breskens angesagt. Der Wind hat uns bis auf wenige sm im Stich gelassen. Also war Motoren angesagt. Anfänglich gegen, doch dann mit der Strömung, die teilweise recht stark bis 2.5 knoten war. Es ist Vollmond, also wird viel Wasser verschoben.
Der Wind kam mit 8 Knoten direkt von hinten ( Suedwest), so dass das Segeln gerade am Limit war. Segeln ging aber nicht weil von den vorherigen Starkwindtagen noch eine alte Dünung stand die unser Segel immer von der einen auf die andere Seite warf. Es war echt mühsam, bis dass der Wind dann zuletzt etwas mehr nach Westen drehte. So konnten wir das letzte Stück der über 50 Seemeilen doch noch segeln.
Als Hafen haben wir uns Breskens ausgelesen,direkt gegenüber Vlissingen. Vlissingen wäre attraktiver gewesen, der Hafen im Sommer aber stark überfüllt und zudem hat er eine Schwelle, über die man nicht zu allen Zeiten drüber kann. So wählten wir Breskens, hier kann man jederzeit auslaufen. Dies wird morgen vor 6 Uhr der £Fall sein, denn dann nimmt uns die Strömung mit nordwärts. Das ist hier wichtig, denn die Strömung ist noch recht stark
Heute ist wieder ein Regentag, morgen soll es Sonne haben und recht viel Wind von Südwest. Ich hoffe es gibt nochmals einen Segeltag.
Man merkt hier die Deutschen in Holland.Erstmals konnten wir wieder einen Spiegel und ein Palstek kaufen.
Haben hier im Hafen einen Holländer getroffen den wir schon in Dover gesehen haben. Er hat seine Ferien jetzt zu Ende und war lediglich in Dover und Dünnkirchen unterwegs. Dies in der ganzen Zeit in der wir den ganzen Kanal runter und wieder rauf gefahren sind. Man kann das Segeln eben auf unterschiedliche Weise praktizieren.
Im Moment haben wir vom Segeln genug. Wir sind froh wenn wir wieder in Makkum sind.Das Wetter ist in diesem Sommer schlecht, das bestätigen uns alle hier am Kanal. Wir sind die ewige Warterei satt, die immer wiederkehrenden Abläufe des Bordlebens. Man kann auf dem Schiff nicht sehr kreativ sein, allenfalls konsumieren mit Internet, Bücher, einkaufen,Oel kontrollieren, spazieren oder velofahren etc. Wir haben einige Bekanntschaften gemacht, die sind aber alle weitergezogen. In etwa zwei Fällen hoffen wir auf ein Weiterbestehen nach der Reise.
Der Wind kam mit 8 Knoten direkt von hinten ( Suedwest), so dass das Segeln gerade am Limit war. Segeln ging aber nicht weil von den vorherigen Starkwindtagen noch eine alte Dünung stand die unser Segel immer von der einen auf die andere Seite warf. Es war echt mühsam, bis dass der Wind dann zuletzt etwas mehr nach Westen drehte. So konnten wir das letzte Stück der über 50 Seemeilen doch noch segeln.
Als Hafen haben wir uns Breskens ausgelesen,direkt gegenüber Vlissingen. Vlissingen wäre attraktiver gewesen, der Hafen im Sommer aber stark überfüllt und zudem hat er eine Schwelle, über die man nicht zu allen Zeiten drüber kann. So wählten wir Breskens, hier kann man jederzeit auslaufen. Dies wird morgen vor 6 Uhr der £Fall sein, denn dann nimmt uns die Strömung mit nordwärts. Das ist hier wichtig, denn die Strömung ist noch recht stark
Heute ist wieder ein Regentag, morgen soll es Sonne haben und recht viel Wind von Südwest. Ich hoffe es gibt nochmals einen Segeltag.
Man merkt hier die Deutschen in Holland.Erstmals konnten wir wieder einen Spiegel und ein Palstek kaufen.
Haben hier im Hafen einen Holländer getroffen den wir schon in Dover gesehen haben. Er hat seine Ferien jetzt zu Ende und war lediglich in Dover und Dünnkirchen unterwegs. Dies in der ganzen Zeit in der wir den ganzen Kanal runter und wieder rauf gefahren sind. Man kann das Segeln eben auf unterschiedliche Weise praktizieren.
Im Moment haben wir vom Segeln genug. Wir sind froh wenn wir wieder in Makkum sind.Das Wetter ist in diesem Sommer schlecht, das bestätigen uns alle hier am Kanal. Wir sind die ewige Warterei satt, die immer wiederkehrenden Abläufe des Bordlebens. Man kann auf dem Schiff nicht sehr kreativ sein, allenfalls konsumieren mit Internet, Bücher, einkaufen,Oel kontrollieren, spazieren oder velofahren etc. Wir haben einige Bekanntschaften gemacht, die sind aber alle weitergezogen. In etwa zwei Fällen hoffen wir auf ein Weiterbestehen nach der Reise.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Garstiges Wetter
Wir sitzen seit drei Tagen in Dünnkirchen fest. Ein starkes Tief beherrscht die Wetterlage. Wind aus Nordost, drehend auf Nord und jetzt auf Nordwest bläst mit 6-7 Beaufort. Das verursacht grosse Wellen, bis 2.5m von gegenan. Wir wollen nach Nordost, der nächste Hafen könnte bereits in Niederlanden sein.
Also heisst es warten auf bessere Zeiten. Am Freitag könnte es gehen, die Prognose ist recht günstig, um am Samstag wieder voll auf Regen und Wind umzuschalten.
So verbringen wir die Zeit in Dünnkirchen. Velofahren, Marktbesuch, haben zum ersten Mal ganz frische Moules gekocht. Es bleibt Zeit zum Lesen. Heute ist der 14.Juli und heute abend soll es noch ein Feuerwerk geben.
Wir sind es langsam gewöhnt, die Stimmung bleibt gut. Früher waren wir ab solchen Wetterlagen gestesst.
Jetzt nehmen wirs wies kommt.
Also heisst es warten auf bessere Zeiten. Am Freitag könnte es gehen, die Prognose ist recht günstig, um am Samstag wieder voll auf Regen und Wind umzuschalten.
So verbringen wir die Zeit in Dünnkirchen. Velofahren, Marktbesuch, haben zum ersten Mal ganz frische Moules gekocht. Es bleibt Zeit zum Lesen. Heute ist der 14.Juli und heute abend soll es noch ein Feuerwerk geben.
Wir sind es langsam gewöhnt, die Stimmung bleibt gut. Früher waren wir ab solchen Wetterlagen gestesst.
Jetzt nehmen wirs wies kommt.
Montag, 11. Juli 2011
Dunkerque
Heute früh um 7 gings los. Die Strömung läuft ab da rund 6 Stunden aufwärts, so dass man mit rund 7 Knoten die 40 sm gerade mit diesem einen Strom schaffen kann. So war es denn auch. Anfänglich konnte man , entgegen den Windvorhersagen doch mit 10 Knoten Wind noch segeln, dies bis über das Cap gris nez
hinaus. Dann wurde der Wind weniger und der Winkel zum Wind weniger vorteilhaft. Wieder ziemlich vor dem Wind habe ich versucht zu segeln, es ist mir bei den schlagenden Segeln aber mit der Zeit verleidet. Deshalb musste der Motor die Geschwindigkeit machen. Leichtere Schiffe können vor dem Wind noch länger Segeln als wir. Hier fehlt der Spinnaker, dann sähe es anders aus. Aber zu zweit einen normalen Spinnaker zu bändigen trauen wir uns nicht ganz zu. Also macht man halt eben Konzessionen. Mit der Zeit ging es aber allen anderen Schiffen gleich. Beim Fahrtensegeln muss man halt auch Strecke machen und kann nicht allzu viele Zeit verplempern.
Morgen kommt Regen und Starkwind aus Norden. Nordwind geht knapp noch zum Segeln, dies ist aber ein Kurs hart am Wind und gegen die Wellen. Diese sind bei 6 Beaufort ziemlich hoch angesagt. Also machen wir einen Ruhetag und fahren Mittwoch oder Donnerstag weiter. Wir haben Zeit, wir kommen eh noch vor dem August in Makkum an.
hinaus. Dann wurde der Wind weniger und der Winkel zum Wind weniger vorteilhaft. Wieder ziemlich vor dem Wind habe ich versucht zu segeln, es ist mir bei den schlagenden Segeln aber mit der Zeit verleidet. Deshalb musste der Motor die Geschwindigkeit machen. Leichtere Schiffe können vor dem Wind noch länger Segeln als wir. Hier fehlt der Spinnaker, dann sähe es anders aus. Aber zu zweit einen normalen Spinnaker zu bändigen trauen wir uns nicht ganz zu. Also macht man halt eben Konzessionen. Mit der Zeit ging es aber allen anderen Schiffen gleich. Beim Fahrtensegeln muss man halt auch Strecke machen und kann nicht allzu viele Zeit verplempern.
Morgen kommt Regen und Starkwind aus Norden. Nordwind geht knapp noch zum Segeln, dies ist aber ein Kurs hart am Wind und gegen die Wellen. Diese sind bei 6 Beaufort ziemlich hoch angesagt. Also machen wir einen Ruhetag und fahren Mittwoch oder Donnerstag weiter. Wir haben Zeit, wir kommen eh noch vor dem August in Makkum an.
Sonntag, 10. Juli 2011
Boulogne sur mer
Heute bei ruhiger See 50 sm Motorenfahrt. Das Segel brauchten wir nur zur Stabilisation. Ist zwar
langweilig, aber auch stressfrei. Morgen solls gleich weiter gehen bis nach Dünnkirchen. Das sind 40 sm
und wenn wir morgens um 7 uHR losfahrhen haben wir über das Cap gris nez, kurz vor Calais den Strom mit uns. In Dünnkirchen gibts dann aller Voraussicht nach einen längeren Halt, denn laut Vorhersage verschlechtert sich das Wetter massiv.
langweilig, aber auch stressfrei. Morgen solls gleich weiter gehen bis nach Dünnkirchen. Das sind 40 sm
und wenn wir morgens um 7 uHR losfahrhen haben wir über das Cap gris nez, kurz vor Calais den Strom mit uns. In Dünnkirchen gibts dann aller Voraussicht nach einen längeren Halt, denn laut Vorhersage verschlechtert sich das Wetter massiv.
Dieppe
Unsere schlimme Stadt vom letzten Jahr. Heute aber ganz anders. Wir segelten praktisch vor dem Wind ohne das Grossegel aufzuziehen. Der Klüver auf der einen, die Fock am Spibaum auf der anderen Seite.
Wir hatten immer 5-6 Knoten durch das Wasser und über weite Strecken noch den Strom mit uns.
Wir hatten immer 5-6 Knoten durch das Wasser und über weite Strecken noch den Strom mit uns.
Donnerstag, 7. Juli 2011
Fecamp
Gestern, lange Reise von Cherbourg nach Fecamp. Ein neuer Hafen, und laut Karte erst noch ein Hafen mit sehr wenig Wasser.
Wir starten am Morgen um 8 Uhr, früher geht nicht denn vor Cherbourg haben wir starke Strömung und die muss mit uns laufen. Um 7 Uhr regnets noch in Strömen, erst binde ich ein Reff ein, denn es sind bis 20 Knoten Wind angesagt. Wir laufen fast platt vor dem Wind und machen gute Fahrt. Es sind 80 sm und wir rechnen mit bis zu 14 h Fahrt. Es läuft aber besser als angenommen, mit über 7 Knoten Fahrt über Grund sind wir lange Zeit unterwegs. Wir schaffen die Strecke in 12 h.
Neu probiere ich die Besegelung mit dem kleinen Spibaum aus. Leicht schräg vor dem Wind, Gross und Klüver auf Backbord, baumen wir die Stagfock auf steuerbord aus. Das ist so was ähnliches wie der Schmetterling. Sofort ist Ruhe im Schiff und das Schiff läuft mit 5,5 Knoten plus die mindesten 1.5 Knoten Strom.
Später am Nachmittag nimmt der Wind ab und ich versuche mit dem Genacker zu segeln. Diesmal gelingt es uns den Genaker zu setzen. Es ist aber eben kein Spinnaker und der Kurs auf unser Ziel wird nicht besser. Der Genacker zieht nur richtig bei 30 Grad vor dem Wind, man müsste aufkreuzen und den Genaker shiften.
Das ist uns aber zu mühsam, so dass ich den Genaker wieder runterhole. Ausserdem ist er so gesegelt auch nicht schneller als meine schlaue Besegelung mit der ausgebaumten Fock.
Auf so weiten $trecken ist das Segeln Eile mit Weile.
Spannend war unsere Berechnung für den Hafen Fecamp. Nach der Seekarte hat der Hafen in der Einfahrt nur einen Meter, im inneren Becken variieren die Angaben von 70-90 cm. Unser Tiefgang ist 1.6 m.
So ging die Rechnerei los. Laut Tidenkalender und meinem neuen schlauen Programm hat Niedrigwasser heute im Hafen Fecamp noch 1.1m zusätzliches Wasser. Wenn wir vor Niedrigwasser um 22 25 reinkommen, dann haben wir noch Wasser von der Tide. Um 20 Uhr sind das noch zusätzliche 2 m. Es sollte also gehen und wir können mit 1m über dem Kartennull, 1,1m vom tiefsten Niedrigwasser und 2 m von der noch nicht ganz auf Niedrigwasser gesunkenen Tide, also insgesamt 4 m Wassertiefe einlaufen. Am Hafenplatz dürfte das Wasser dann auf etwas mehr als 2 m sinken, was uns aber theoretisch reicht.
Und es ging, wir liefen schliesslich mit 3.8 m Wassertiefe ein und konnten in einer Boxe festmachen.
Das ganze ist deshalb kribbelig weil man nie weiss, ob man richtig rechnet und ob die Angaben auf die man sich abstützt auch wirklich so zutreffen.
Wir waren sehr froh im Hafen angekommen zu sein. Denn wäre es in diesem Hafen nicht gegangen wäre unsere Reise noch rund 40 sm weiter gegangen, also nochmals 8 h. Dies auch deshalb weil die Strömung unterdessen gekehrt hat und wir voll hätten gegenan fahren müssen. So konnten wir abends um neuen das
Schiff aufräumen und eine tüchtige Roesti mit gebratenen Würsten verdrücken. So eine Mahlzeit tut gut nach 12 Stunden Segeln, lediglich mit Zwischenverpflegungen während des Tages.
Wir starten am Morgen um 8 Uhr, früher geht nicht denn vor Cherbourg haben wir starke Strömung und die muss mit uns laufen. Um 7 Uhr regnets noch in Strömen, erst binde ich ein Reff ein, denn es sind bis 20 Knoten Wind angesagt. Wir laufen fast platt vor dem Wind und machen gute Fahrt. Es sind 80 sm und wir rechnen mit bis zu 14 h Fahrt. Es läuft aber besser als angenommen, mit über 7 Knoten Fahrt über Grund sind wir lange Zeit unterwegs. Wir schaffen die Strecke in 12 h.
Neu probiere ich die Besegelung mit dem kleinen Spibaum aus. Leicht schräg vor dem Wind, Gross und Klüver auf Backbord, baumen wir die Stagfock auf steuerbord aus. Das ist so was ähnliches wie der Schmetterling. Sofort ist Ruhe im Schiff und das Schiff läuft mit 5,5 Knoten plus die mindesten 1.5 Knoten Strom.
Später am Nachmittag nimmt der Wind ab und ich versuche mit dem Genacker zu segeln. Diesmal gelingt es uns den Genaker zu setzen. Es ist aber eben kein Spinnaker und der Kurs auf unser Ziel wird nicht besser. Der Genacker zieht nur richtig bei 30 Grad vor dem Wind, man müsste aufkreuzen und den Genaker shiften.
Das ist uns aber zu mühsam, so dass ich den Genaker wieder runterhole. Ausserdem ist er so gesegelt auch nicht schneller als meine schlaue Besegelung mit der ausgebaumten Fock.
Auf so weiten $trecken ist das Segeln Eile mit Weile.
Spannend war unsere Berechnung für den Hafen Fecamp. Nach der Seekarte hat der Hafen in der Einfahrt nur einen Meter, im inneren Becken variieren die Angaben von 70-90 cm. Unser Tiefgang ist 1.6 m.
So ging die Rechnerei los. Laut Tidenkalender und meinem neuen schlauen Programm hat Niedrigwasser heute im Hafen Fecamp noch 1.1m zusätzliches Wasser. Wenn wir vor Niedrigwasser um 22 25 reinkommen, dann haben wir noch Wasser von der Tide. Um 20 Uhr sind das noch zusätzliche 2 m. Es sollte also gehen und wir können mit 1m über dem Kartennull, 1,1m vom tiefsten Niedrigwasser und 2 m von der noch nicht ganz auf Niedrigwasser gesunkenen Tide, also insgesamt 4 m Wassertiefe einlaufen. Am Hafenplatz dürfte das Wasser dann auf etwas mehr als 2 m sinken, was uns aber theoretisch reicht.
Und es ging, wir liefen schliesslich mit 3.8 m Wassertiefe ein und konnten in einer Boxe festmachen.
Das ganze ist deshalb kribbelig weil man nie weiss, ob man richtig rechnet und ob die Angaben auf die man sich abstützt auch wirklich so zutreffen.
Wir waren sehr froh im Hafen angekommen zu sein. Denn wäre es in diesem Hafen nicht gegangen wäre unsere Reise noch rund 40 sm weiter gegangen, also nochmals 8 h. Dies auch deshalb weil die Strömung unterdessen gekehrt hat und wir voll hätten gegenan fahren müssen. So konnten wir abends um neuen das
Schiff aufräumen und eine tüchtige Roesti mit gebratenen Würsten verdrücken. So eine Mahlzeit tut gut nach 12 Stunden Segeln, lediglich mit Zwischenverpflegungen während des Tages.
Dienstag, 5. Juli 2011
Cape de la Hage
45sm von Guernsey über das Cape de la Hage bis nach Cherbourg. Wir konnten erst spät aus dem Hafen in Guernsey ausfahren, die Schwelle musste 2 m Wasser haben. Dann gings aber nordwärts mit halbem Wind bis 10 Knoten. Das war bei dieser Strömung meist genug, um das Cape hatten wir zeitweise bis ll Knoten über Grund. Maximal hatten wir 4.8 Knoten Strömung. Zum Glück war der Wind nicht stärker gegenan, denn Wind gegen Strom gibt eine ganz giftige Welle. Das Wasser war nur gekräuselt, so ging es ganz gut
Am Schluss waren wir etwas zu langsam so dass uns der Gegenstrom doch noch voll erwischte. Dieser war aber nur etwa 2 Knoten, wir schafften es gegen 15 Uhr doch noch in Cherbourg zu sein.
Heute Ruhe- und Markttag, bereiten uns auf den morgigen grossen Schlag von etwa 75sm vor. Sind noch unschlüssig ob wir fahren sollen.
Am Schluss waren wir etwas zu langsam so dass uns der Gegenstrom doch noch voll erwischte. Dieser war aber nur etwa 2 Knoten, wir schafften es gegen 15 Uhr doch noch in Cherbourg zu sein.
Heute Ruhe- und Markttag, bereiten uns auf den morgigen grossen Schlag von etwa 75sm vor. Sind noch unschlüssig ob wir fahren sollen.
Samstag, 2. Juli 2011
langer Schlag, wieder in Guernsey
Von Trbeurden morgens um 6 Uhr gestartet, für über 65sm. Wind um 10 Konten, halber Wind. Nicht so berauschend, vor allem bei einigem Gegenstrom. Durch diesen langen Schlag liessen wir gleich drei Destinationen rechts liegen, vor allem fuhren wir nicht wieder bis nach St. Malo hinunter. Auch Yersey wurde nicht angelaufen, denn die Distanz dorthin war nur unwesentlich kürzer.
Es war heiss, die Sonne brannte.Eigentlich war es ein typischer Genackerkurs. Das ist unser grosses bauchiges Segel für Leichtwind von schräg hinten bis seitlich. Es hat allein über 100 m2 und zieht in der Regel ganz gut. Diesmal war aber nichts damit, im Top hat sich eine Leine quer gelegt so dass wir das Segel halb ausfahren konnten. Dann ging aber nichts mehr, nicht mehr vor und nicht mehr zurück.
Musste das Fall lösen mit dem Effekt dass das grosse Segel baden ging. Wir arbeiten wie die Wilden um das
Segel wieder aufs Schiff zu bekommen. Denn es füllte sich bei der Fahrt die wir hatten sofort mit Wasser.
Erst als wir das Schiff in den Wind stellten und alle Fahrt draussen war, brachten wir es wieder an Bord. Der Frust war ziemlich gross, denn wir hätten 40 sm mit dem Genacker segeln können. Da das Segel so gross ist konnten wir es nicht auf dem Schiff klarieren. Erst im Hafen konnten wir es hochziehen und alles klären. Für das nächste Mal ist es jetzt gerüstet. Ich habe mir auch ein für alle mal gemerkt welches das Vorliek und welches das Achterliek ist. Beim Vorliek hat es einen anderen Beschlag mit einem Steg in der Mitte. Das Vorliek ist rot, das Achterliek ist grün . ( Vordere und hintere Segelkante)
Ansonsten war es sehr schönes Segeln mit kaum einer Welle, so kann es sein wenn der Wind richtig kommt.
Ama abend waren wir ziemlich kaputt, wegen der langen Fahrt und der heissen Sonne. Dann sind wir immer etwas gehässig, wobei immer der eine dem andern sagt dass er oder sie hässig sei. Es gibt keine Klärung, aber am andern Morgen, ausgeruht, sind wir wieder friedlich.
Nun sind und bleiben wir für drei vier Tage in Guernsey. Jetzt gibt es für diese Zeit Ostwind. Ab Dienstag kommt dann ein moderater Südwestwind, den wir für die Fahrt über das Cap de la Hage brauchen. Dort wird es wieder eine extrem starke Strömung haben die uns beschleunigen wird.
Es war heiss, die Sonne brannte.Eigentlich war es ein typischer Genackerkurs. Das ist unser grosses bauchiges Segel für Leichtwind von schräg hinten bis seitlich. Es hat allein über 100 m2 und zieht in der Regel ganz gut. Diesmal war aber nichts damit, im Top hat sich eine Leine quer gelegt so dass wir das Segel halb ausfahren konnten. Dann ging aber nichts mehr, nicht mehr vor und nicht mehr zurück.
Musste das Fall lösen mit dem Effekt dass das grosse Segel baden ging. Wir arbeiten wie die Wilden um das
Segel wieder aufs Schiff zu bekommen. Denn es füllte sich bei der Fahrt die wir hatten sofort mit Wasser.
Erst als wir das Schiff in den Wind stellten und alle Fahrt draussen war, brachten wir es wieder an Bord. Der Frust war ziemlich gross, denn wir hätten 40 sm mit dem Genacker segeln können. Da das Segel so gross ist konnten wir es nicht auf dem Schiff klarieren. Erst im Hafen konnten wir es hochziehen und alles klären. Für das nächste Mal ist es jetzt gerüstet. Ich habe mir auch ein für alle mal gemerkt welches das Vorliek und welches das Achterliek ist. Beim Vorliek hat es einen anderen Beschlag mit einem Steg in der Mitte. Das Vorliek ist rot, das Achterliek ist grün . ( Vordere und hintere Segelkante)
Ansonsten war es sehr schönes Segeln mit kaum einer Welle, so kann es sein wenn der Wind richtig kommt.
Ama abend waren wir ziemlich kaputt, wegen der langen Fahrt und der heissen Sonne. Dann sind wir immer etwas gehässig, wobei immer der eine dem andern sagt dass er oder sie hässig sei. Es gibt keine Klärung, aber am andern Morgen, ausgeruht, sind wir wieder friedlich.
Nun sind und bleiben wir für drei vier Tage in Guernsey. Jetzt gibt es für diese Zeit Ostwind. Ab Dienstag kommt dann ein moderater Südwestwind, den wir für die Fahrt über das Cap de la Hage brauchen. Dort wird es wieder eine extrem starke Strömung haben die uns beschleunigen wird.
Mittwoch, 29. Juni 2011
Gast an Bord
Auf der Reise von Aberwratch nach Trebeurden begleitet uns ein junger Segler, den wir auf der Tour kennengelernt haben. Er ist mit seinem Schiff unterwegs, bereits seit Monaten, und wollte an diesem Tag mal
mit uns mitfahren.Er ist auch Mediziner, so dass uns die gemeinsamen Themen nicht ausgegangen sind. Am Abend kehrte er dann wieder nach Aberwratch zurück um am folgenden Tag mit seinem eigenen Schiff nachzukommen. Das ist Segelbegeisterung!
Eri und ich waren froh um die Unterstützung, umsomehr als es eine recht rasante Reise wurde, mit viel Wind und noch etwas mehr Welle (1-2m) von schräg hinten. So hob es uns immer wieder rasant an. Wir kämpften wieder mit der Uebelkeit. Mit der Zeit beruhigte sich die See etwas und wir fuhren guten Mutes nach Trebeurden, in den uns vom letzten Mal noch gut bekannten Hafen.
Erika hat Strömung und Ankunftszeit gut berechnet. Wir waren 1 1/2 Stunden zu früh am Ort, aber da die Berechnung auf 1 h nach Hochwasser ging, konnten wir kurz vor Hochwasser einlaufen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war 61/2 Knoten, was doch recht beachtlich ist. Zwischenzeitlich machten wir wieder mit gutem Strom etwa 9 Knoten.Das Wetter war schön, sonnig aber ein kühler Wind. Es war aber insgesamt eine sehr eindrückliche Fahrt.
Das Anlegemanöver war noch etwas wild, es hatte starken Seitenwind so dass das Heck unseres Schiffes abgetrieben wurde. Wir sicherten das Schiff mit einer langen Leine um es dann mit der Winsch an die richtige Position zu hieven.
Erst jetzt spürten wir die grosse Erschöpfung. Wir hatten in der Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen. Wir lagen in Aberwratch auf der Aussenseite des Hafens. Es gab in der Nacht unerwartet viel Wind und damit auch Schwell bis weit in die Flussmündung hinein. Der Bug des Schiffes hob und senkte sich stark, so dass wir neben dem lauten Pfeifen des Windes auch immer wieder verwachten. Irgend wann in der Nacht dislozierte ich vom Bug in den Salon, dort waren die Bewegungen viel weniger heftig. So waren wir froh früh zu Bett gehen zu können und beschlossen am nächsten Tag eine Segelpause einzulegen.
Wir nutzten die Zeit um uns wieder zu verproviantieren. Angenehm war, dass wir vom letzten Mal noch genau wussten wo alle Geschäfte, vor allem auch der gute Bäcker für die Bageuettes, zu finden war.
mit uns mitfahren.Er ist auch Mediziner, so dass uns die gemeinsamen Themen nicht ausgegangen sind. Am Abend kehrte er dann wieder nach Aberwratch zurück um am folgenden Tag mit seinem eigenen Schiff nachzukommen. Das ist Segelbegeisterung!
Eri und ich waren froh um die Unterstützung, umsomehr als es eine recht rasante Reise wurde, mit viel Wind und noch etwas mehr Welle (1-2m) von schräg hinten. So hob es uns immer wieder rasant an. Wir kämpften wieder mit der Uebelkeit. Mit der Zeit beruhigte sich die See etwas und wir fuhren guten Mutes nach Trebeurden, in den uns vom letzten Mal noch gut bekannten Hafen.
Erika hat Strömung und Ankunftszeit gut berechnet. Wir waren 1 1/2 Stunden zu früh am Ort, aber da die Berechnung auf 1 h nach Hochwasser ging, konnten wir kurz vor Hochwasser einlaufen. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit war 61/2 Knoten, was doch recht beachtlich ist. Zwischenzeitlich machten wir wieder mit gutem Strom etwa 9 Knoten.Das Wetter war schön, sonnig aber ein kühler Wind. Es war aber insgesamt eine sehr eindrückliche Fahrt.
Das Anlegemanöver war noch etwas wild, es hatte starken Seitenwind so dass das Heck unseres Schiffes abgetrieben wurde. Wir sicherten das Schiff mit einer langen Leine um es dann mit der Winsch an die richtige Position zu hieven.
Erst jetzt spürten wir die grosse Erschöpfung. Wir hatten in der Nacht zuvor sehr schlecht geschlafen. Wir lagen in Aberwratch auf der Aussenseite des Hafens. Es gab in der Nacht unerwartet viel Wind und damit auch Schwell bis weit in die Flussmündung hinein. Der Bug des Schiffes hob und senkte sich stark, so dass wir neben dem lauten Pfeifen des Windes auch immer wieder verwachten. Irgend wann in der Nacht dislozierte ich vom Bug in den Salon, dort waren die Bewegungen viel weniger heftig. So waren wir froh früh zu Bett gehen zu können und beschlossen am nächsten Tag eine Segelpause einzulegen.
Wir nutzten die Zeit um uns wieder zu verproviantieren. Angenehm war, dass wir vom letzten Mal noch genau wussten wo alle Geschäfte, vor allem auch der gute Bäcker für die Bageuettes, zu finden war.
Sonntag, 26. Juni 2011
Zurück durch den Kanal
Nach langer Diskussion und Abwägen aller Faktoren haben wir uns entschlossen, nicht über die Biskaya
zu fahren. Nachdem wir unseren Plan ganz nach $üden zu fahren aufgegeben haben, erübrigte sich die Ueberquerung der Biskaya. Denn drei Tage runter und drei Tage wieder raufzusegeln erscheint uns nicht so sinnvoll. Nach Diskussionen mit Stegnachbarn und dem Studium unserer Segelliteratur wurde bald klar, dass für uns die Nordspanische Küste nicht so attraktiv ist. Ueberall wird von hohem Atlantikschwell berichtet und davon dass dann viele der Häfen gar nicht angelaufen werden können. Es ist nicht von ungefähr dass fast alle
Biskayaüberquerer diese Spanische Küste auslassen und ganz nach vorne, nach Coruna fahren.
So haben wir uns entschlossen, wieder zurück zu fahren, in Küstennähe zu bleiben und die Strapazen in Grenzen zu behalten.
Heute war ein herrlicher Segeltag mit 15 Knoten Wind und sehr warmer Sonne. So sind wir wieder in Aberwrach im Fluss.Das Zurückfahren wird hoffentlich einfacher gehen da die vorherrschende Windrichtung ja Westwind ist. Nächste Woche fangen in Frankreich die Sommerferien an, da wird dann auch viel mehr Betrieb in allen Häfen sein.
zu fahren. Nachdem wir unseren Plan ganz nach $üden zu fahren aufgegeben haben, erübrigte sich die Ueberquerung der Biskaya. Denn drei Tage runter und drei Tage wieder raufzusegeln erscheint uns nicht so sinnvoll. Nach Diskussionen mit Stegnachbarn und dem Studium unserer Segelliteratur wurde bald klar, dass für uns die Nordspanische Küste nicht so attraktiv ist. Ueberall wird von hohem Atlantikschwell berichtet und davon dass dann viele der Häfen gar nicht angelaufen werden können. Es ist nicht von ungefähr dass fast alle
Biskayaüberquerer diese Spanische Küste auslassen und ganz nach vorne, nach Coruna fahren.
So haben wir uns entschlossen, wieder zurück zu fahren, in Küstennähe zu bleiben und die Strapazen in Grenzen zu behalten.
Heute war ein herrlicher Segeltag mit 15 Knoten Wind und sehr warmer Sonne. So sind wir wieder in Aberwrach im Fluss.Das Zurückfahren wird hoffentlich einfacher gehen da die vorherrschende Windrichtung ja Westwind ist. Nächste Woche fangen in Frankreich die Sommerferien an, da wird dann auch viel mehr Betrieb in allen Häfen sein.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Camaret sur mer/Biskaya erreicht
Heute haben wirs geschafft. Endlich aus dem Kanal und erstmals mit Westwind gesegelt. Nun ging es Kurs Süden, bis nach Camaret. Dieser Hafen ist auf der Höhe von Brest, nur etwas vorgelagert.
Heute war Segeln vom Feinsten. Ueber 35 sm konnten die Segel oben bleiben, bei Wind von 10-15 Knoten halber Wind und der Strömung die meiste Zeit mit uns.Die Sonne scheint, es baut sich momentan ein Hoch auf.
Es ist immer wieder spannend zu erleben wie unser Schiff, einmal in Fahrt und richtig eingestellt, doch ganz schnell ist. Dies trotz der 15 Tonnen Gewicht. Wir haben auf der Fahrt einige Schiffe, auch grössere, hinter uns gelassen. In Cabarnet kam ein Engländer und wollte unser Schiff sehen. Er hat auf dem AIS gesehen dass wir mit rund 8 Knoten da runter gesegelt sind. Er selbst hat ein viel grösseres spanisches Schiff mit Mittelcockpit. Er hatte aber keine Chance mit uns mitzuhalten.
Von Cabarnet sur mer könnte man lossegeln, über die Biskaya nach Spanien. Wir wissen aber noch nicht von welcher Stelle aus wir den grossen Sprung wagen. Vorerst gibt es mal einen Ruhetag, dann schauen wir weiter.
Heute war Segeln vom Feinsten. Ueber 35 sm konnten die Segel oben bleiben, bei Wind von 10-15 Knoten halber Wind und der Strömung die meiste Zeit mit uns.Die Sonne scheint, es baut sich momentan ein Hoch auf.
Es ist immer wieder spannend zu erleben wie unser Schiff, einmal in Fahrt und richtig eingestellt, doch ganz schnell ist. Dies trotz der 15 Tonnen Gewicht. Wir haben auf der Fahrt einige Schiffe, auch grössere, hinter uns gelassen. In Cabarnet kam ein Engländer und wollte unser Schiff sehen. Er hat auf dem AIS gesehen dass wir mit rund 8 Knoten da runter gesegelt sind. Er selbst hat ein viel grösseres spanisches Schiff mit Mittelcockpit. Er hatte aber keine Chance mit uns mitzuhalten.
Von Cabarnet sur mer könnte man lossegeln, über die Biskaya nach Spanien. Wir wissen aber noch nicht von welcher Stelle aus wir den grossen Sprung wagen. Vorerst gibt es mal einen Ruhetag, dann schauen wir weiter.
Mittwoch, 22. Juni 2011
L"ABER WATC"H
Gestern gings über 42 sm gegen den Wind weiter. Der Wind war stärker als vorausgesagt, wechselte nicht nach Südost und die Wellen waren deutlich höher als angegeben. Wir fuhren mit 4 Knoten bei Vollgas, hatten aber noch 2 Knoten Strom mit uns. So erreichten wir unseren neuen Ort Abends um 7 Uhr, recht geschafft. Nach einem Teller Spaghetti gings gleich in die Koje.
A"berwratc"h ist ein Hafen in einem Fluss, ordentlich geschützt und nur noch 30 sm von Camaret sur mer, dem eigentlichen Starthafen vor Brest. Jetzt sind wir bald aus dem Kanal und der Westwind kann uns nicht mehr so sehr aufhalten wie bisher. Wir warten einen Tag mit etwas weniger Wind ab, dann gehts weiter.
A"berwratc"h ist ein Hafen in einem Fluss, ordentlich geschützt und nur noch 30 sm von Camaret sur mer, dem eigentlichen Starthafen vor Brest. Jetzt sind wir bald aus dem Kanal und der Westwind kann uns nicht mehr so sehr aufhalten wie bisher. Wir warten einen Tag mit etwas weniger Wind ab, dann gehts weiter.
Freitag, 17. Juni 2011
Warten-warten-warten
Wir sitzen hier fest, sicher bis Sonntag oder Montag. Ueber der Biskaya gibt es ein Tief mit bis zu 60 Knoten Wind bei 4 m Welle. Der Wind kommt von Westen, da wo wir hinwollen. Auch hier im Hafen weht es mit 30 Knoten Wind. Das Schiff ist gut angebunden, mit Gummistrops um die Stösse von Wind und Wellen etwas abzuschwächen. Erika ist am Waschen, ich habe zum Glück Internet einrichten können. Dazu habe ich eine Internetantenne die ich montieren kann. So erhalte ich das schwächste Hafensignal noch auf meine Kiste.
Habe festgestellt, dass wir vorgestern Springtide hatten. Es war Vollmond. Es gibt einen Coeff, noch nie gehört. Dieser schwankt von 40-90. Zurzeit ist er 90. Das heisst dass besonders viel Wasser bewegt wird und in den Hafen ein und ausläuft.Das heisst auch dass besonders starke Strömungen herrschen.
Das Wetter ist wirklich aetzend. So anhaltend schlecht und mit dem Wind aus West hatten wir es lange nicht mehr. Dazu kommt oft noch Regen. Zieht ganz schön an der Moral. Westwind würde ja noch gehen, aber so stark macht er hohe Wellen gegen die man anfahren muss. Deshalb geht gar nichts. Wir sind nicht die einzigen Frustrierten. Alle sitzen im Hafen und warten. Es läuft niemand aus, es kommen aber auch keine neuen Schiffe rein. Nichts mit Hafenkino.
Habe wenigstens einen französischen Radiosender gefunden mit sog. Nostalgiemusik. Die spielen alle guten Titel aus dem letzten Jahrhundert. Das tröstet noch etwas.
Bei Ebbe spazierte Erika über die Hafeneinfahrt, dort wo wir mit dem Schiff bei Flut eingelaufen sind. Schon ein komisches Gefühl.
Das Gebiet hier ist seglerisch sehr anspruchsvoll. Die Häfen liegen weit auseinander, meist mehr als 6 Stunden. Das heisst dass zwangsläufig die sehr starke Strömung einmal wechselt. Wir rechnen wie die Wilden. Einerseits müssen die Tidenstände stimmen um in die Häfen einzulaufen. Wer zu spät kommt bleibt draussen. Andererseit will man soviel wie möglich mit dem Strom fahren. Hier den richtigen Zeitpunkt zu finden ist manchmal schwierig. Es kann auch sein, dass man zur völligen Unzeit auslaufen muss.
Wir haben erlebt was es heisst gegen 4 Knoten Strom zu fahren. Selbst mit Motor und Segeln machten wir unter 3 Knoten Fahrt. Theoretisch wären das dann 20 Stunden Fahrt bei ca 60 Meilen Distanz. Zum Glück waren es bei uns nur noch die letzten 10 Seemeilen mit diesem Strom. Ausserdem konnten wir ihn noch schräg anschneiden, dann liefs wieder mit 5 Knoten.
Habe festgestellt, dass wir vorgestern Springtide hatten. Es war Vollmond. Es gibt einen Coeff, noch nie gehört. Dieser schwankt von 40-90. Zurzeit ist er 90. Das heisst dass besonders viel Wasser bewegt wird und in den Hafen ein und ausläuft.Das heisst auch dass besonders starke Strömungen herrschen.
Das Wetter ist wirklich aetzend. So anhaltend schlecht und mit dem Wind aus West hatten wir es lange nicht mehr. Dazu kommt oft noch Regen. Zieht ganz schön an der Moral. Westwind würde ja noch gehen, aber so stark macht er hohe Wellen gegen die man anfahren muss. Deshalb geht gar nichts. Wir sind nicht die einzigen Frustrierten. Alle sitzen im Hafen und warten. Es läuft niemand aus, es kommen aber auch keine neuen Schiffe rein. Nichts mit Hafenkino.
Habe wenigstens einen französischen Radiosender gefunden mit sog. Nostalgiemusik. Die spielen alle guten Titel aus dem letzten Jahrhundert. Das tröstet noch etwas.
Bei Ebbe spazierte Erika über die Hafeneinfahrt, dort wo wir mit dem Schiff bei Flut eingelaufen sind. Schon ein komisches Gefühl.
Das Gebiet hier ist seglerisch sehr anspruchsvoll. Die Häfen liegen weit auseinander, meist mehr als 6 Stunden. Das heisst dass zwangsläufig die sehr starke Strömung einmal wechselt. Wir rechnen wie die Wilden. Einerseits müssen die Tidenstände stimmen um in die Häfen einzulaufen. Wer zu spät kommt bleibt draussen. Andererseit will man soviel wie möglich mit dem Strom fahren. Hier den richtigen Zeitpunkt zu finden ist manchmal schwierig. Es kann auch sein, dass man zur völligen Unzeit auslaufen muss.
Wir haben erlebt was es heisst gegen 4 Knoten Strom zu fahren. Selbst mit Motor und Segeln machten wir unter 3 Knoten Fahrt. Theoretisch wären das dann 20 Stunden Fahrt bei ca 60 Meilen Distanz. Zum Glück waren es bei uns nur noch die letzten 10 Seemeilen mit diesem Strom. Ausserdem konnten wir ihn noch schräg anschneiden, dann liefs wieder mit 5 Knoten.
Donnerstag, 16. Juni 2011
Trebeurden
48sm weiter; im ersten Tidenhafen angkommen. Der Eingang des Hafens faellt trocken und man kann nur um Hochwasser einlaufen. Wir haben uns kurz entschlossen zu fahren und waren etwas spaet dran. Ausserdem kehrte die Stoemung 10 sm vor dem Ziel. So machten wir noch 3 Knoten Fahrt und wurden nervoes ob es noch reicht: Das Wasser kochte auch hier zeitzeise. Wir waren aber noch zur Zeit und konnten ueber die Schwelle fahren.Dies aber nur mit Besegelung und der Maschine auf Vollgas. Wieder einmal eine arg strapazierte Krew; vor allem das Nervenkostuem flatterte etwas.
Die Aussichten nach West sind schlecht. Starker Westwind erzeugt hohe Wellen und es ist momentan nicht moeglich um die Ecke nach Brest zufahren. Vier Tiefs liegen dort vor der Kueste. Dies demoralisiert stark; es gibt bereits Crews die umkehren;
Die Aussichten nach West sind schlecht. Starker Westwind erzeugt hohe Wellen und es ist momentan nicht moeglich um die Ecke nach Brest zufahren. Vier Tiefs liegen dort vor der Kueste. Dies demoralisiert stark; es gibt bereits Crews die umkehren;
Montag, 13. Juni 2011
St-Quai-Portrieux
Heute früh aufgestanden, der Wind war nur am Morgen für gut angesagt. Hat sich auch so herausgestellt. Unsere 32 Seemeilen haben wir bis auf das letzte Stück unter Segeln absolviert. Dabei hat die Strömung kräftig mitgeholfen. Zwischenzeitlich wurden wir auch arg verregnet. Das Schiff läuft aber, einmal eingestellt auch ohne unser zutun weiter. So kann man sich unter Deck verkriechen und nur gelegentlich mal Ausguck nehmen. Erstaunlich ist wie gut die Wetterangaben von Wetterwelt stimmen. Die Windstärke, aber auch die Windrichtung werden angegeben. Heute war am Morgen Südwest, gegen Mittag auf West drehend, von 12 Knoten auf 6 Knoten abnehmend. Und genau so wars.
Die Wetterlage ist îm Moment schlecht. >Morgen ists bewölkt, hat aber null
Wind. Am Mittwoch ist Dauerregen für den ganzen Tag angesagt. Also bleibt uns nur die Entscheidung zwischen Motorfahrt in einen Fluss vor Anker zu gehen oder im Hafen abzuwarten. Was wir tun werden ist noch unklar. Aber mit Segeln ist in den nächsten zwei Tagen nichts.
Die Wetterlage ist îm Moment schlecht. >Morgen ists bewölkt, hat aber null
Wind. Am Mittwoch ist Dauerregen für den ganzen Tag angesagt. Also bleibt uns nur die Entscheidung zwischen Motorfahrt in einen Fluss vor Anker zu gehen oder im Hafen abzuwarten. Was wir tun werden ist noch unklar. Aber mit Segeln ist in den nächsten zwei Tagen nichts.
Samstag, 11. Juni 2011
St.Malo
Fahrt ueber Jersey nach St. Malo. Zuerst mussten wir warten bis die Schwelle genug bedeckt war und dann gings mit 23 Knoten Wind von der Seite und 2 m Welle nach Jersey. Hier das gleiche Spiel, wir waren 4 h zu frueh in Jersey und mussten im Paeckchen auf die Flut warten. Erst um 10 Uhr abends konnten wir in den Hafen einfahren.
Am andern Tag von Jersey nach St Malo, 34 sm. Das Wetter war schoen, der Wind am Anfang ganz passabel, zuletzt aber zuwenig. Unter Motor fuhren wir in St.Malo ein, eine trickige Einfahrt mit vielen Tonnen etc. um um die Felsen kurven zu koennen. Dann gingen wir in den Hafen direkt neben der Schleuse, weil wir bei Niedrigwasser ankamen und wir nicht in der Schleuse das Einlaufen des vielen Wassers riskieren wollten. Es ist hier immerhin etwa 12 m Tidenunterschied, wie ich weiss die h;chste Tide in Europa.
Nun werden wir St. Malo, eine sehr beeindruckende Stadt besuchen und f[r einige Tage hier bleiben. Sobald der Westwind aufhoert gehts dann weiter der Kueste entlang.
Am andern Tag von Jersey nach St Malo, 34 sm. Das Wetter war schoen, der Wind am Anfang ganz passabel, zuletzt aber zuwenig. Unter Motor fuhren wir in St.Malo ein, eine trickige Einfahrt mit vielen Tonnen etc. um um die Felsen kurven zu koennen. Dann gingen wir in den Hafen direkt neben der Schleuse, weil wir bei Niedrigwasser ankamen und wir nicht in der Schleuse das Einlaufen des vielen Wassers riskieren wollten. Es ist hier immerhin etwa 12 m Tidenunterschied, wie ich weiss die h;chste Tide in Europa.
Nun werden wir St. Malo, eine sehr beeindruckende Stadt besuchen und f[r einige Tage hier bleiben. Sobald der Westwind aufhoert gehts dann weiter der Kueste entlang.
Montag, 6. Juni 2011
Guernsey
Von Cherbourg nach Gernsey sind es 45 Seemeilen. Die Stroemung ist zeitweise sehr stark bis 4 Knoten. An der Spitze nach Cherbourg brodelt das Wasser wie mit einem Tauchsieder. Das Schiff machte keine Fahrt mehr und wir trieben nur noch mit der Stroemung. Rassige Fahrt mit bis zu 11Knoten ueber Grund.
Der Hafen Guernsey war unser Angsthafen. Wir wussten nicht recht was uns wartet. In der Einfahrt zum Hafenbecken gibt es eine Schwelle von 4 m 60. Erst wenn das Hochwasser 7 m hat kann man ohne Grundber[hrung einfahren. Es hat Wartepontons, dort wartet man auf die Zeit, plus minus 2 h um Hochwasser.
Dieses geht bis 8.80m
Nun sind wir fest vertaeut und wir gehen uns Guernsey anschauen. Es soll sich lohnen
Der Hafen Guernsey war unser Angsthafen. Wir wussten nicht recht was uns wartet. In der Einfahrt zum Hafenbecken gibt es eine Schwelle von 4 m 60. Erst wenn das Hochwasser 7 m hat kann man ohne Grundber[hrung einfahren. Es hat Wartepontons, dort wartet man auf die Zeit, plus minus 2 h um Hochwasser.
Dieses geht bis 8.80m
Nun sind wir fest vertaeut und wir gehen uns Guernsey anschauen. Es soll sich lohnen
Freitag, 3. Juni 2011
Cherbourg
Nach einer Nacht Station in Boulogne sur Mer sind wir gestern während 24 h gesegelt und heute früh um 6 Uhr in Cherbourg angekommen. Anfänglich wollten wir nur bis Dieppe, es lief aber so gut dass wir uns spontan entschlossen weiterzusegeln. Es wurde ein Etmal von 156sm (Distanz in 24 h) und somit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 6.5 Knoten. Durch die lange Fahrt durchliefen wir mehrere Tidenzeiten, so dass wir einmal Strom mit uns und dann aber wieder gegen uns hatten. Bei 7 Knoten Fahrt durch das Wasser hatten wir zeitweise mit dem Strom zusammen bis zu 10 Knoten Fahrt über Grund.
Die Fahrt war nur möglich weil der Wind aus Nord-Nordost kam. Zu Beginn waren es 14-16 Knoten bei praktisch keiner Welle. Je länger die Fahrt dauerte ums mehr kam der Wind von hinten. Wir mussten das Grossegel zwei mal reffen, alle Vorsegel einrollen und hatten immer noch 7 Knoten Fahrt im Wasser. Der Wind bewegte sich zwischen 25 und 30 Knoten, die Wellen nahmen auf mindestens 2 m zu. Weil wir so hart vor dem Wind fahren mussten , machte das Schiff sehr starke Rollbewegungen.Diesmal blieb die Seekrankheit aber weitgehend aussen vor. Ausser etwas Würgen und kein grosser Hunger kamen wir ganz glimpflich davon.Wir schrammten immer nahe an der Patenthalse vorbei, aber nach unserer Erfahrung in Norwegen haben wir einen Bullenstander gesetzt. Dieser verhindert das Ueberkommen des Segels auf vorlichem Kurs. Wir sehnten uns nach etwas weniger Wind und Welle.
In der Nacht haben wir die Beleuchtung eingeschaltet und so sieht man die anderen Schiffe ebensogut wie am Tag. Weil unser Windrichtungsanzeiger defekt ist muss ich immer zum Masttop schauen um die genaue Stellung des Schiffes zu Wind zu sehen. Erst als wir die Ankerleuchte, ein weisses Licht am Top eingeschaltet hatten, konnte ich etwas sehen. Wir haben alle Lichter auf LED umgerüstet, so dass diese Christbaumbeleuchtung sehr wenig Strom braucht. Früher nahm jede Lampe 25 Watt, heute mit LED nimmt eine ebenso starke Leuchte noch ca 3 Watt. Der Strom reichte gut aus, obwohl wir dauernd mit dem elektischen Autopiloten gefahren sind. Der Verbrauch mit Komputer und Autopilot und Aussenbeleuchtung war etwa 11-14 Ampere.
Es hatte ausgesprochen wenig Verkehr, stundenlang waren wir alleine. Es war aber bei dem Wind saukalt, so dass wir uns abwechselnd auf Deck aufhielten, eingewickelt in einen Schlafsack. Die Planung war, dass wir am anderen Morgen, bei Licht in Cherbourg einlaufen werden. Wir waren aber zu schnell und standen bereits um 5 Uhr, noch bei dunkler Nacht vor dem Hafen. Generell wollten wir unbekannte Hàfen nur am Tag anlaufen. Mit unserer elektronischen Karte und unserer bisherigen Erfahrung schafften wir aber auch diese Einfahrt. Es ist aber sehr aufregend, die richtigen Lichter auszumachen. Hier mussten wir auf Felsen aufpassen, die umfahren werden wollten.
Total müde, denn an Schlafen war kaum zu denken, kamen wir in Cherbourg an. Am erstbesten Platz machten wir fest, banden das Schiff an, liessen alles liegen und stehen und verkrochen uns in die Koje. Das wurde ein tiefer Schlaf bis zum Mittag.
Einerseits erfüllt die Leistung mit Stolz, andererseits fragt man sich doch weshalb man sich das auf die alten Tage noch antut.
Die Fahrt war nur möglich weil der Wind aus Nord-Nordost kam. Zu Beginn waren es 14-16 Knoten bei praktisch keiner Welle. Je länger die Fahrt dauerte ums mehr kam der Wind von hinten. Wir mussten das Grossegel zwei mal reffen, alle Vorsegel einrollen und hatten immer noch 7 Knoten Fahrt im Wasser. Der Wind bewegte sich zwischen 25 und 30 Knoten, die Wellen nahmen auf mindestens 2 m zu. Weil wir so hart vor dem Wind fahren mussten , machte das Schiff sehr starke Rollbewegungen.Diesmal blieb die Seekrankheit aber weitgehend aussen vor. Ausser etwas Würgen und kein grosser Hunger kamen wir ganz glimpflich davon.Wir schrammten immer nahe an der Patenthalse vorbei, aber nach unserer Erfahrung in Norwegen haben wir einen Bullenstander gesetzt. Dieser verhindert das Ueberkommen des Segels auf vorlichem Kurs. Wir sehnten uns nach etwas weniger Wind und Welle.
In der Nacht haben wir die Beleuchtung eingeschaltet und so sieht man die anderen Schiffe ebensogut wie am Tag. Weil unser Windrichtungsanzeiger defekt ist muss ich immer zum Masttop schauen um die genaue Stellung des Schiffes zu Wind zu sehen. Erst als wir die Ankerleuchte, ein weisses Licht am Top eingeschaltet hatten, konnte ich etwas sehen. Wir haben alle Lichter auf LED umgerüstet, so dass diese Christbaumbeleuchtung sehr wenig Strom braucht. Früher nahm jede Lampe 25 Watt, heute mit LED nimmt eine ebenso starke Leuchte noch ca 3 Watt. Der Strom reichte gut aus, obwohl wir dauernd mit dem elektischen Autopiloten gefahren sind. Der Verbrauch mit Komputer und Autopilot und Aussenbeleuchtung war etwa 11-14 Ampere.
Es hatte ausgesprochen wenig Verkehr, stundenlang waren wir alleine. Es war aber bei dem Wind saukalt, so dass wir uns abwechselnd auf Deck aufhielten, eingewickelt in einen Schlafsack. Die Planung war, dass wir am anderen Morgen, bei Licht in Cherbourg einlaufen werden. Wir waren aber zu schnell und standen bereits um 5 Uhr, noch bei dunkler Nacht vor dem Hafen. Generell wollten wir unbekannte Hàfen nur am Tag anlaufen. Mit unserer elektronischen Karte und unserer bisherigen Erfahrung schafften wir aber auch diese Einfahrt. Es ist aber sehr aufregend, die richtigen Lichter auszumachen. Hier mussten wir auf Felsen aufpassen, die umfahren werden wollten.
Total müde, denn an Schlafen war kaum zu denken, kamen wir in Cherbourg an. Am erstbesten Platz machten wir fest, banden das Schiff an, liessen alles liegen und stehen und verkrochen uns in die Koje. Das wurde ein tiefer Schlaf bis zum Mittag.
Einerseits erfüllt die Leistung mit Stolz, andererseits fragt man sich doch weshalb man sich das auf die alten Tage noch antut.
Dienstag, 31. Mai 2011
Very British
Wir sind in Dover. Gestern ueber den Kanal geschwommen mit Hilfe des Motors. Einmal Sonne, dann Nebel, schliesslich engl. Wetter: Regen. Wind immer auf die Nase..Die Navigation war spannend. Durch die quer laufende Stroemung muesste man einen Vektor vorausberechnen um die Verschiebung zu kompensieren. Haben wir Anf'nger aber nicht gemacht. Aus 40 sm wurden 60sm, wir haben ein S gefahren statt einen geraden Kurs.
Die Dover Street ist die am meisten befahrene Seeroute der Welt. Man muss die grossen Fahrstrassen im rechten Winkel passieren, so dass man m;glichst kurz in der Gefahrenzone ist. Die grossen Schiffe kommen wie an einer Perlschnur aufgezogen, einer am andern. Wir schoben kurz Panik als dann Nebel aufkam und wir nur noch drei Schiffslaengen voraus sehen konnten.
Mit dem AIS konnten wir die grossen Poette ganz gut ausmachen. Mit den Vektoren sah man den naechsten Punkt der Annaeherung und konnte allenfalls reagieren. Mit dem Radar sahen wir die kleineren Teile, so die Bojen, die Fischerboote etc. Es ging letztlich ganz leidlich, war aber sauspannend. Wir haben uns geschworen beim n'chsten Mal die Tidenstr;me besser zu beachten. Am Abend kamen wir muede und durchfroren vor den Haven von Dover. Erika machte Funkkontakt mit dem Haven. Dieser wies uns zum Westport (Dover hat zwei Eing'nge). Wir mussten warten bis eine grosse F'hre ausgelaufen war (20 Knoten Speed) und konnten dann den grossen Hafen passieren.
Heute ist Ruhetag, wir besichtigen Dover. Anschliessend soll es der englischen Kueste entlang gehen.
Die Windaussichten sind endlich gut, es soll eine stabile Nordwest/Ost Lage geben, das waere endlich das erhoffte Segelwetter.
Die Dover Street ist die am meisten befahrene Seeroute der Welt. Man muss die grossen Fahrstrassen im rechten Winkel passieren, so dass man m;glichst kurz in der Gefahrenzone ist. Die grossen Schiffe kommen wie an einer Perlschnur aufgezogen, einer am andern. Wir schoben kurz Panik als dann Nebel aufkam und wir nur noch drei Schiffslaengen voraus sehen konnten.
Mit dem AIS konnten wir die grossen Poette ganz gut ausmachen. Mit den Vektoren sah man den naechsten Punkt der Annaeherung und konnte allenfalls reagieren. Mit dem Radar sahen wir die kleineren Teile, so die Bojen, die Fischerboote etc. Es ging letztlich ganz leidlich, war aber sauspannend. Wir haben uns geschworen beim n'chsten Mal die Tidenstr;me besser zu beachten. Am Abend kamen wir muede und durchfroren vor den Haven von Dover. Erika machte Funkkontakt mit dem Haven. Dieser wies uns zum Westport (Dover hat zwei Eing'nge). Wir mussten warten bis eine grosse F'hre ausgelaufen war (20 Knoten Speed) und konnten dann den grossen Hafen passieren.
Heute ist Ruhetag, wir besichtigen Dover. Anschliessend soll es der englischen Kueste entlang gehen.
Die Windaussichten sind endlich gut, es soll eine stabile Nordwest/Ost Lage geben, das waere endlich das erhoffte Segelwetter.
Samstag, 28. Mai 2011
Vive la France, Duennkirchen
Wir sind in Duennkirchen und geniessen bereits die franzoesische Lebensart. Waren heute auf dem Markt, haben frisches lokales Obst und Gemuese eingekauft. Die Hauptwindrichtung ist und bleibt Suedwest, so dass wir nur mit Unterbrechungen vorwaerts kommen. Jetzt auch wieder Starkwind und deshalb Pause bis ca Montag. Sonst ist Schiff und Mannschaft (Frauschaft) ok
Donnerstag, 26. Mai 2011
Belgien
Gestern ging die Fahrt etwas ruhiger und bei vollem Sonnenschein weiter. Allerdings unter Motor. Wir machten 65 Seemeilen Fahrt und sind nun in Blankenberge eingeweht. Auf dem Kanal hat es ueber 2m Welle und mehr als 30 Knoten gegenan. Das kennen wir doch, deshalb bleiben wir brav im Hafen und feiern Erikas Geburtstag.
Vor Sonntag geht es laut Wetterbericht nicht weiter.
Ist aber alles paletti, stat segeln steht halt Velofahren an
Vor Sonntag geht es laut Wetterbericht nicht weiter.
Ist aber alles paletti, stat segeln steht halt Velofahren an
Dienstag, 24. Mai 2011
Eins auf die Nase
Ilmuiden bis Scheveningen (Den Haag) 30sm
Heute hats uns erwischt. Nach langem starkem Südostwind endlich Westwind. Wir wollten
das Nutzen und so weit südlich fahren wie möglich. Dabei habe ich voller Optimismus drei Destinationen festgelegt. Die weiteste bis 80 sm weg. Aber es kam ganz anders.
Der Westwind langte gerade um hoch am Wind fahren zu können. Aber er war stark, in Boen bis zu 30 Knoten (6 Beaufort) Dabei hatten wir 2 m hohe Wellen gegenan. Die Strömung hatten wir ebenfalls gegen uns. Weil wir grosse Strecke machen wollten sind wir bereits um 6 Uhr in der Früh ausgelaufen. Die Strömung kehrte erst um Mittag, kurz vor unserer Ankunft in Scheveningen. Im Gross haben wir ein Reff eingebunden, vorne fuhren wir nur die kleine Fock. Der Klüver blieb aufgerollt.
Diese Konstellation ist etwa die schlechteste die man haben kann. Oft spritzten die hohen Wellen bis ins Cockpit. Es war eine Achterbahnfahrt. Beide waren wir nach kurzer Zeit kaum mehr handlungsfähig. Es wurde uns beiden schlecht. In diesem Zustand macht man keine Bewegung zuviel. Allerdings stimmte der Kurz, über weite Strecken war der Autopilot eingeschaltet, so dass wir wenigstens nichts aktiv tun mussten. Ich steuerte zeitweise von Hand. Ich konnte das feststampfen des Schiffes besser verhindern als der Autopilot. Die nötige Höhe stahl uns Speed und der Strom gegenan kostete auch noch einen Knoten. So dass wir mit etwa 3-4 Knoten über Grund vorwärts kamen.
Angekommen im Scheveningen waren wir froh, aber auch müde und geschlagen. Wir haben längs festgemacht und anschliessend gleich 2 h geschlafen. Dann gings wieder, auch mit essen.
Heute hats uns erwischt. Nach langem starkem Südostwind endlich Westwind. Wir wollten
das Nutzen und so weit südlich fahren wie möglich. Dabei habe ich voller Optimismus drei Destinationen festgelegt. Die weiteste bis 80 sm weg. Aber es kam ganz anders.
Der Westwind langte gerade um hoch am Wind fahren zu können. Aber er war stark, in Boen bis zu 30 Knoten (6 Beaufort) Dabei hatten wir 2 m hohe Wellen gegenan. Die Strömung hatten wir ebenfalls gegen uns. Weil wir grosse Strecke machen wollten sind wir bereits um 6 Uhr in der Früh ausgelaufen. Die Strömung kehrte erst um Mittag, kurz vor unserer Ankunft in Scheveningen. Im Gross haben wir ein Reff eingebunden, vorne fuhren wir nur die kleine Fock. Der Klüver blieb aufgerollt.
Diese Konstellation ist etwa die schlechteste die man haben kann. Oft spritzten die hohen Wellen bis ins Cockpit. Es war eine Achterbahnfahrt. Beide waren wir nach kurzer Zeit kaum mehr handlungsfähig. Es wurde uns beiden schlecht. In diesem Zustand macht man keine Bewegung zuviel. Allerdings stimmte der Kurz, über weite Strecken war der Autopilot eingeschaltet, so dass wir wenigstens nichts aktiv tun mussten. Ich steuerte zeitweise von Hand. Ich konnte das feststampfen des Schiffes besser verhindern als der Autopilot. Die nötige Höhe stahl uns Speed und der Strom gegenan kostete auch noch einen Knoten. So dass wir mit etwa 3-4 Knoten über Grund vorwärts kamen.
Angekommen im Scheveningen waren wir froh, aber auch müde und geschlagen. Wir haben längs festgemacht und anschliessend gleich 2 h geschlafen. Dann gings wieder, auch mit essen.
Sonntag, 22. Mai 2011
Ilmuiden
Nach 2 Tagen Amsterdam geht es weiter durch den Nordostkanal. Nach knapp 20 Seemeilen unter Motor sind wir im Hafen direkt vor der Ausfahrt in die Nordsee. Es gibt diverse Schleusen. Wir haben
ein Manöver gefunden das uns den Stress wesentlich vermindert. Wir befestigen das Schiff nur noch an
der Mittelklampe, das Schot wird auf die Winsch geführt und wenn festgemacht einfach herangewinscht.
So bleibt es, gut abgefendert an der Mauer liegen, das vorne und hinten befestigen entfällt. Ist ein gutes Manöver für nur 2 Leute.
Heute ist Ruhetag, morgen auch noch. Es liegt ein Tief über England. Schön im Gegenuhrzeigersinn bringt es uns Starkwind bis 30 Knoten genau aus Südwest. Unser nächstes Ziel ist im Süden, Scheveningen (Den Haag). Es geht schlicht nicht gegen 30 Knoten Wind und 1-2m Welle zu fahren. Also bleiben wir.
ein Manöver gefunden das uns den Stress wesentlich vermindert. Wir befestigen das Schiff nur noch an
der Mittelklampe, das Schot wird auf die Winsch geführt und wenn festgemacht einfach herangewinscht.
So bleibt es, gut abgefendert an der Mauer liegen, das vorne und hinten befestigen entfällt. Ist ein gutes Manöver für nur 2 Leute.
Heute ist Ruhetag, morgen auch noch. Es liegt ein Tief über England. Schön im Gegenuhrzeigersinn bringt es uns Starkwind bis 30 Knoten genau aus Südwest. Unser nächstes Ziel ist im Süden, Scheveningen (Den Haag). Es geht schlicht nicht gegen 30 Knoten Wind und 1-2m Welle zu fahren. Also bleiben wir.
Amsterdam
Von Enkhuizen bis Amsterdam gibt es eine gemütliche Motorfahrt. Wir finden nach einigem Suchen einen ganz lässigen kleinen Hafen mitten in Amsterdam. Der Motorkanal wurde früher zum Testen von Schiffsmotoren gebraucht und ist deshalb 4 m tief. Wir liegen hier für 15 Euro den Tag, mitten in
Amsterdam.
Mit einer kostenlosen Fähre können wir übersetzen und landen direkt beim Hauptbahnhof. Mit unseren Velos machen wir die Grachten unsicher. Gewaltig sind diese Menge von Leuten, dieses Multikulti, für uns fast nicht vorstellbar. Es ist fast gefährlich mit dem Velo, es wird dicht gefahren was das Zeug hält.
Amsterdam.
Mit einer kostenlosen Fähre können wir übersetzen und landen direkt beim Hauptbahnhof. Mit unseren Velos machen wir die Grachten unsicher. Gewaltig sind diese Menge von Leuten, dieses Multikulti, für uns fast nicht vorstellbar. Es ist fast gefährlich mit dem Velo, es wird dicht gefahren was das Zeug hält.
Endlich los!
Makkum -Enkhuizen
Wir legen ab obwohl der Wind aus Südost kommt. Enkhuizen liegt in Südost, also genau
im Wind. Wir müssen deshalb aufkreuzen, was den Weg um einiges verlängert. Es läuft ganz
gut, wir haben wie immer beim Aufkreuzen das Gefühl gar nicht vorwärts zu kommen.
Der Wind ist sicher 4 Beaufort, in Böen mehr. Mitten drinn müssen wir den Klüver einrollen
weil das Schiff zu viel Druck hat. Eine Unaufmerksamkeit macht die beiden Vorschoten zu
einem verknoteten Kneuel. Mehr als eine halbe Stunde zum entwirren.
Wir legen ab obwohl der Wind aus Südost kommt. Enkhuizen liegt in Südost, also genau
im Wind. Wir müssen deshalb aufkreuzen, was den Weg um einiges verlängert. Es läuft ganz
gut, wir haben wie immer beim Aufkreuzen das Gefühl gar nicht vorwärts zu kommen.
Der Wind ist sicher 4 Beaufort, in Böen mehr. Mitten drinn müssen wir den Klüver einrollen
weil das Schiff zu viel Druck hat. Eine Unaufmerksamkeit macht die beiden Vorschoten zu
einem verknoteten Kneuel. Mehr als eine halbe Stunde zum entwirren.
Montag, 16. Mai 2011
Startbereit
Wir sind eigentlich startbereit. Nun ist das Wetter schlecht und wir müssen noch etwas warten.
Laut Vorhersage wirds am Donnerstag sicher besser, vielleicht gehts auch schon früher. Wir haben
nicht ganz alles reparieren können, die Windanzeige streikt immer noch. Wir können aber auch ohne dieses elektronische Teil fahren, was wir jetzt auch beabsichtigen. Vielleicht kann man in England besser B&G Geräte reparieren lassen, die kommen ja auch von dort.
Ansonsten warten wir, kaufen ein, gehen Kaffee trinken und diskutieren mit den Werftleuten. Aber im Schiff ists wohlig warm, auch wenn draussen ein starker kalter Wind weht (30 Knoten) und es immer wieder regnet.
Laut Vorhersage wirds am Donnerstag sicher besser, vielleicht gehts auch schon früher. Wir haben
nicht ganz alles reparieren können, die Windanzeige streikt immer noch. Wir können aber auch ohne dieses elektronische Teil fahren, was wir jetzt auch beabsichtigen. Vielleicht kann man in England besser B&G Geräte reparieren lassen, die kommen ja auch von dort.
Ansonsten warten wir, kaufen ein, gehen Kaffee trinken und diskutieren mit den Werftleuten. Aber im Schiff ists wohlig warm, auch wenn draussen ein starker kalter Wind weht (30 Knoten) und es immer wieder regnet.
Samstag, 14. Mai 2011
Probeschlag auf dem Ijsselmeer
Wir haben heute einen Probeschlag auf dem Ijsselmeer gefahren. Hatte etwa 16 Knoten Wind aus
West, so konnten wir das Ijsselmeer runter und auf dem anderen Bug wieder hochfahren. Wir hatten
wieder mal das Gefühl wie schön das segeln sein kann, wenn es läuft und das Wetter gut ist.
Hat fast alles geklappt. Ausnahme Windanzeiger, der ist offenbar falsch angeschlossen. So konnten
wir die Windstärke und die Windrichtung nicht elektronisch ablesen. Das Segeln geht trotzdem,
Hutting muss das aber noch in Ordnung bringen. Jetzt ist Wochenende und das gute Wetter verschlechtert
sich, es kommt Regen den die in Holland offenbar so dringend brauchen wie wir in der Schweiz.
Für uns nicht weiter schlimm, courant normal. Dann warten wir eben auf die Sonne oder mindestens
auf Bewölkung aus der es nicht regnet. Wir liegen hier in Makkum sehr gut, warmes trockenes Schiff und guten Internetanschluss. Die Umgebung kennen wir mittlerweilen, wie in Scharans den Gruezi-Weg nach Almens. Und trotzdem geht man ihn immer wieder.
West, so konnten wir das Ijsselmeer runter und auf dem anderen Bug wieder hochfahren. Wir hatten
wieder mal das Gefühl wie schön das segeln sein kann, wenn es läuft und das Wetter gut ist.
Hat fast alles geklappt. Ausnahme Windanzeiger, der ist offenbar falsch angeschlossen. So konnten
wir die Windstärke und die Windrichtung nicht elektronisch ablesen. Das Segeln geht trotzdem,
Hutting muss das aber noch in Ordnung bringen. Jetzt ist Wochenende und das gute Wetter verschlechtert
sich, es kommt Regen den die in Holland offenbar so dringend brauchen wie wir in der Schweiz.
Für uns nicht weiter schlimm, courant normal. Dann warten wir eben auf die Sonne oder mindestens
auf Bewölkung aus der es nicht regnet. Wir liegen hier in Makkum sehr gut, warmes trockenes Schiff und guten Internetanschluss. Die Umgebung kennen wir mittlerweilen, wie in Scharans den Gruezi-Weg nach Almens. Und trotzdem geht man ihn immer wieder.
Donnerstag, 12. Mai 2011
Startvorbereîtungen in Makkum
Endlich ist es soweit. Wir sind seit dem 9.Mai hier in Makkum, vor der Huttingwerft.
Die Zeit vergeht mit dem Einrichten des Schiffes, Segel auftakeln, kleinen Reparaturen
und Inbetriebnahmen aller Systeme. Sehr anstrengend ist das einfüllen aller Schapps und
Löcher auf dem Schiff, denn das geschieht meist mit krummem Rücken, Eine Kunst ist es
alles im Schiff wieder zu finden. Damit verlieren wir immer viel Zeit.
Aber es funktioniert fast alles, ein Fortschritt gegenüber dem letzten Jahr.
Einige Mühe habe ich noch immer mit den Computern. Ich habe wieder einiges verlernt. Jetzt gerade taste ich mich an die Wetterdaten heran. Der Computer korrespondiert nicht richtig mit dem Funkgerät.
Ansonsten herrscht auch hier schönes Wetter, so dass wir sehr hoffen noch diese Woche
starten zu können. Erstes Ziel wird Enkhuizen am Ijsselmeer sein, etwa 30 sm entfernt.
Die Zeit vergeht mit dem Einrichten des Schiffes, Segel auftakeln, kleinen Reparaturen
und Inbetriebnahmen aller Systeme. Sehr anstrengend ist das einfüllen aller Schapps und
Löcher auf dem Schiff, denn das geschieht meist mit krummem Rücken, Eine Kunst ist es
alles im Schiff wieder zu finden. Damit verlieren wir immer viel Zeit.
Aber es funktioniert fast alles, ein Fortschritt gegenüber dem letzten Jahr.
Einige Mühe habe ich noch immer mit den Computern. Ich habe wieder einiges verlernt. Jetzt gerade taste ich mich an die Wetterdaten heran. Der Computer korrespondiert nicht richtig mit dem Funkgerät.
Ansonsten herrscht auch hier schönes Wetter, so dass wir sehr hoffen noch diese Woche
starten zu können. Erstes Ziel wird Enkhuizen am Ijsselmeer sein, etwa 30 sm entfernt.
Samstag, 9. April 2011
Start in Sicht
Bald geht's los. Die Koffern sind hervorgeholt. Werkzeuge eingepackt. Wir moechten Anfang Mai aufs Schiff. Oliver wird uns nach Holland bringen. Hutting stellt das Boot ins Wasser. Alle anderen Aktivitaeten werden nun unserem ZieL untergeordnet.
Wir sind guten Mutes und wollen es nochmals wissen.
Wir sind guten Mutes und wollen es nochmals wissen.
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